Holz- & Installationskunst

Detlef Kluttig
 

Dem Zerfall Sinn geben.

Detlef Kluttig

Schon von frühester Kindheit an war ich, Detlef Kluttig Jahrgang 1961, ein „Finder“
Waren es am Anfang Roller oder Fahrräder von einem Schrottsammelplatz,
neigte sich mein Blick mehr und mehr dem Medium Holz zu. So fand ich alte Möbel, Bilderrahmen sowie Spiegel und restaurierte diese mit wachsender Begeisterung.

Ich spürte beim Arbeiten mit Holz, dass Holz verzeihen kann!

Mein Wunsch, individuelle Geschenke mit einem „Oh“- Effekt zu fertigen, ließ mich schon in der Jugend aus Treppenhausgeländern Kerzenleuchter herstellen.
Mein erstes Häuschen war ein Holzhaus mitten im Wald, nahe dem Schwielowsee.
Den Traum vom eigenen Boot erfüllte ich mir, geschnitzt aus einer Holzrinde.

Als im Jahr 2005 ein Mirabellenbaum gefällt werden musste und ich es nicht übers Herz brachte, ihn zu Kaminholz zu machen, entstand die erste Skulptur „Der erregte Mann“. Bei der auffälligen Lust des Objektes musste ich dieses an Ketten legen, um Schlimmeres zu verhindern.
Somit wurde aus der Skulptur eine Installation.

Diese Installation erregte auch die Aufmerksamkeit von Freunden und Nachbarn und ab da wusste ich, ich wollte mehr.
Das war die Geburtsstunde meines Hobbys Kettensägenschnitzen.

Wenn andere in den Urlaub ihr Surfbrett mitnehmen, so ist es bei mir die Kettensäge. Mein Blick ist stets auf der Suche nach dem besonderen Holz, so wie es die Natur oder der Zahn der Zeit geschaffen hat.

Reste eines Baumes in Herzform fanden meine Frau Frida und ich vor einigen Jahren in Leipzig, im Zschocherschen Wäldchen.
Daraus entstanden seitdem sechs Unikate.

Im Sommer 2011 entdeckte ich beim Joggen ein außergewöhnliches Baumfragment.
Bei diesem Anblick war mein Leitmotto gefunden:

"Dem Zerfall Sinn geben."